Die Wahrheit ist das Kind der Zeit, nicht der Autorität. Bertold Brecht

 

Nun ist es März 2005, beinahe vier Jahre seitdem diese Seite anfing, zu existieren. Und in der Zwischenzeit hat sich vieles ereignet, welttechnisch wenig Beachtenswertes, wenn man "Beachtenswert" als Fortschritt bezeichnet. Politisch tut sich nichts erfreuliches, Deutschland steht still in einer Mischung aus Gemeckere und parteilichen Schuldzuschiebungen. Meine Lieblingsregion, der Nahe und Mittlere Osten, mein Studienfach seit fast zwei Jahren, macht mir Sorgen. Seit neuerdings auch das Land, in dem ich ein halbes Jahr leben durfte: Syrien. Welch wunderbare und erfrischende Erfahung.

Doch die Musik, und die Literatur, sie sind zeitlos, eine Insel in einer kalten und immer komplexer werdenden Welt. Wissen wir noch, wer wir sind, so gehören wir zu den Glücklichen in der Welt; denn so viele Regionen, Kulturen, und Zivilisationen sind oder werden zerstört, oder grenzen sich ab in dem Glauben, sich gegen andere abgrenzen zu müssen. Glücklich diejenigen, die sich ihrer Kultur und ihres kulturellen Erbes bewusst sind; Denn sie können sich voller Selbstbewusstseit einreihen in die wachsende sich globalisierende Welt, und andere Kulturen erforschen und sich durch sie bereichern lassen.

Viel Spaß beim Durchblättern dieser Seiten,

Eure Laura


Älteres

Seit über zwei Jahren existiert diese Seite nun im Netz, und zu diesem Anlass ein paar Neuerungen; Die Literatur soll ab jetzt mehr Gewicht erhalten, obgleich die klassische Musik auch weiterhin ihren festen Platz behalten soll. Die Epiken müssen ab jetzt leider aus dem Programm fallen, nicht aufgrund fehlender qualitativer Kurzprosa, aber aufgrund fehlender Zeit der Denkerin dieser Website zum Durchforsten der Bibliotheksarchieve und Internetseiten zu diesem Thema - ab September diesen Jahres fange ich an, zu studieren. Auch ansonsten haben sich überall kleine Änderungen ergeben.

Zu meiner Website habe ich zahlreiche positive Reaktionen erhalten, auch von einigen Jugendlichen. Diese Website, die anfangs auch einer einzigen Seite bestand und die ich ursprünglich zum Empfehlen von Büchern und Linken von lesenswerten Internetsites für Gleichaltrige erstellte, erfuhr in den letzten zwei Jahren viele Verbesserungen, auch technischer Art. Dennoch hoffe ich, den Gedanken, die Idee die hinter dieser Seite steht, immer gleichwertig gut zu vermitteln: die Begeisterung über die Literatur und die klassische Musik, unabhängig vom Alter. Es mag viele überraschen, dass ich erst 18 Jahre jung bin, aber ich denke, als junger Mensch lässt es sich besonders leicht anderen jungen Menschen eine Begeisterung für Themen vermitteln, die, wie die klassische Musik, in unserer Generation eher wenig populär sind.

Viel Spaß auf dieser Homepage!

August 2003

 

Diesen Monat eine neue Einführung in die Seiten von CecilHanibal. Seit dem ersten Update meiner Seite (im April 2001, damals noch bestehend aus einer Seite mit Links) hat sich einiges getan und ich bin sehr stolz auf das, was inzwischen aus meiner Website geworden ist.
Nach wie vor richtet sich diese Seite an alle, die sich für klassische Musik und Literatur interessieren, wobei ich versuchen möchte, denen, die insbesondere bei der klassischen Musik Einsteiger sind, einen Einstieg zu gewähren, denn der Bereich der Klassik umfasst ein riesiges Gebiet, in dem man als Laie manchmal ganz verloren ist. Für alle diese Leute (natürlich auch für "erfahrenere" Klassikfans) gibt es auf CecilHanibal die Seite "Musik", auf der ich über meinen Zugang zur Klassik schreibe, sowie eine Musikliste, auf der Einsteiger, "Fortgeschrittene" und Profis die richtigen Stücke finden. Denn besonders als Klassikanfänger sollte man nicht blind irgendeine CD aus dem Regal greifen.
Unter "Das Konzert" wird der Konzertbetrieb in der Klassik sowie Orchesterzusammensetzungen und Instrumente erklärt. Zusätzlich gibt es einen FAQ Bereich, in dem häufig aufkommende Fragen (die oft von meinen Freunden gestellt wurden) geklärt werden, z.B. "Darf ich eigentlich in Jeans in ein klassisches Konzert?".
Unter "Musiker" werden gute Solisten und Orchester aufgeführt, deren Aufnahmen generell empfehlenswert erscheinen, außerdem (falls vorhanden) deren Websites. Drei herausragende Geiger - Yehudi Menuhin, David Oistrack und Jascha Heifetz - werden unter "Portraits" vorgestellt.
Meine Links enthalten solche zu Literatur, zur klassischen Musik sowie zu kulturell interessanten Websites allgemein.
Für alle Literaturfreunde erscheint jeden Monat unter "Epiken" ein Prosatext (meist von bekannten, klassischen Schriftstellern) und unter "Lyrik" ein Gedicht, ebenfalls mit Schwerpunkt auf "klassische" Dichter. Unter "Literatur" finden sich die literarischen Geburtstagskinder des Monats.

1. Juni 2002

 

Über diese Seiten ...

CecilHanibal sind Seiten zum Thema Literatur, Geschichte und Musik. Sie sollen dem Besucher (klassische) Kultur näherbringen, und zwar vor allem denen, die sich sonst nicht damit auseinandersetzen.

Für Klassische Literatur und Klassische Musik interessieren sich leider immer weniger Menschen, was ich sehr traurig finde und was mich befürchten lässt, dass in etwa zwanzig Jahren Werke wie Goethes Faust und Klassische Musik nur noch ein Thema für Germanistikprofessoren, bzw. die sogenannten "Alten" sein werden.

Vielleicht hilft diese Website ein wenig, sich durch die komplexe Welt der Klassik zu bewegen und bringt damit ein paar Menschen die Klassik etwas näher. Da ich selbst (die Erbauerin und Denkerin dieser Website) erst sechzehn Jahre jung bin, glaube ich, dass ich mit meinem Ton vielleicht auch anderen Jugendlichen ein bisschen entgegenkommen kann.

Faust

Faust lässt (leider) die meisten jungen Leute schon zittern, wenn er ihnen als Lektüre "angedroht" wird. Sie finden das Buch in Dramaform schon vor dem Aufschlagen langweilig und auch viele Erwachsene sind nicht besser und verbinden mit Faust ihre Höllenzeit auf Erden, während der sie von hochmotivierten Deutschlehrern zu Charakteristiken von Mephisto & Co. angeregt wurden.

Ich habe Faust mit 15 gelesen, außerhalb der Schule und zum Privatvergnügen und obwohl mich mein Deutschlehrer erst mal heftig ausgelacht hatte. Es war eines der spannendsten und unterhaltendsten Bücher, das ich je gelesen habe. Ich glaube, dass man sich in unserer Klassischen Literatur viel besser zurecht findet, wenn man sich selbst damit auseinander setzt, jenseits vollgestopfter Lehrpläne und Reclam-Erläuterungen (die allerdings gar nicht so schlecht sind), die den Schülern meistens schon von vornherein die Lust zum Lesen verderben.

Ähnlich steht es mit der Klassischen Musik. Nur sehr wenige Jugendliche beschäftigen sich mit ihr, auf Konzerten kann ich Leute in meinem Alter an einer Hand abzählen und das Durchschnittsalter bei eigentlich allen Konzerten würde ich so auch tatsächlich auf 60 Jahre festlegen. Ich finde das schade, wie auch die meisten Interpreten Klassischer Musik und ich überlege mir immer wieder, warum eigentlich dieses Desinteresse in meiner Altersgruppe?

Ein Grund ist vielleicht, dass sich "die Klassische Musik" an sich aus einem solchen Volumen an unterschiedlichsten Stilen, Komponisten und Instrumentierungen zusammensetzt, dass es für einen Laien, und insbesondere für junge Leute schwierig ist, sich überhaupt einen Einblick, geschweige denn Überblick zu verschaffen.
Mit anderen Worten: Das Interesse ist eigentlich da, aber eine Umsetzung scheint nicht möglich.

Vielleicht liegt noch ein anderer Grund darin, dass viele sich scheuen, sich für zwei Stunden lang ruhig hinzusetzen, das Handy abzuschalten und zuzuhören. Das ist das Resultat unserer Spaßgesellschaft. Bei der Schnelllebigkeit in unserem täglichen Leben ist es vielleicht auch manchmal schwierig, in Ruhe zuzuhören und sich überhaupt mit Musik, die sich nicht mit Texten direkt an den Zuhörer richtet, zu identifizieren.


Übrigens habe ich auch sehr viel im Musikunterricht in der Schule gelernt, da ich mehrere Jahre das Glück hatte, einen ganz phantastischen Lehrer zu haben, der es sich zur Aufgabe machte, uns die schönsten Stücke der Klassischen Musik näherzubringen. Auch das kann ein Weg zur Musik sein.

Wer also durch diese Seiten segelt, wird feststellen, dass ich auch ein wenig Ägypten auf diesen Seiten erwähne. Das Faszinierende an dieser frühen Hochkultur ist für mich der Frieden und die Weisheit, die in ihren Wandreliefs und erhaltenen Texten hervortreten. Aus diesem Grund habe ich die "Ägyptischen Weisheiten" hier eingefügt.

PS. Ganz ans Herz gelegt sei jedem Besucher die Seite "Epiken", sowie die Link-Liste.
PS2. Über Anregungen und Kritik zu meiner Website in mein Gästebuch würde ich mich sehr freuen.

Viel Spaß beim Lesen & Hören.

Laura


Juli/Dezember 2001